CO2-Analysetool

Der Mittelpunkt der Energiewende …

… ist die nachhaltige Reduktion des CO2-Ausstoßes

Ziel der Energiewende ist die Klimaneutralität Deutschlands bis zum Jahr 2045. Wobei Klimaneutralität nicht bedeutet, dass überhaupt kein CO2 mehr ausgestoßen wird.

Der CO2-Austoß im Rahmen von Klimaneutralität wird dahingehend begrenzt, dass der notwendig verbleibende Ausstoß in welcher Form auch immer stofflich gebunden wird, also nicht in die Atmosphäre gelangt. Zu den wichtigsten Aspekten der Energiewende gehören der Ausstieg aus der Energiegewinnung mittels fossiler Energieträger Kohle, Braunkohle und Erdgas. Als einziges Industrieland der Erde steigt Deutschland zusätzlich aus der Energiegewinnung per Kernkraft aus. Das ist insofern bemerkenswert, da Strom aus Kernenergie weitgehend CO2-frei erzeugt wird. Mit dem Abschalten von jeweils 3 Kernkraftblöcken 2022 und 2023 verliert Deutschland damit insgesamt 60 TWh CO2-freien Strom. Das sind mehr als 10% des aktuellen Nettostrombedarfs. Wie dieser Strom CO2-frei ersetzt werden soll, ist selbst der Bundesnetzagentur nicht bekannt. Die Bundesbehörde verweist auf Monitoring und Studien, nach denen es keine Versorgungsprobleme geben werde. Mit Schweigen belegt die Agentur hingegen die Frage, ob der Strom, der den Kernenergiestrom ersetzen soll, CO2-frei sein wird. Rein praktisch gesehen ist das Schweigen in Bezug auf das Zugeben eines zukünftigen CO2-Anstiegs verständlich. Woher soll der zusätzlich benötigte Strom denn CO2-frei erzeugt kommen. Die bisherigen installierten Anlagen, die regenerativ Strom erzeugen, bringen im Jahresdurchschnitt aktuell um die 50% des Bedarfs. Die anderen 50% werden mittels Kohle, Braunkohle, Gas und Kernkraft hinzu erzeugt. Fällt Kernkraft weg, wird der fehlende Strom fossil erzeugt werden. Zum Teil wird – wie bereits heute – auch Strom importiert werden. Der Anteil des CO2-freien Stroms aus dem Ausland ist in erster Linie durch Kernkraft begründet. Wie genau sich der Strom-Mix unserer Nachbarn zusammensetzt, zeigt die Tabelle unten. Vor allem aber werden unsere europäischen Nachbarn Deutschland in keinem Fall nachhaltig mitversorgen (können). Gerade in kalten Zeiten mit langen, dunklen Nächten benötigt jedes Land seinen Strom, seine Energie selbst.

Die CO2-Emissionsfaktoren1 pro Energieträger

Der Strom-Mix der Länder2, von denen Deutschland Strom bezieht

Wichtige Hinweise zur Arbeitsweise des CO2-Analysetools

Auswahl der Zeitbereichs: Kalenderjahre

  • Bei Erstaufruf ist der eingestellte Bereich das letzte bis aktuelle Kalenderjahr. Im Chart sind die letzten 365 Tage als Standard voreingestellt
  • Die lineare Regression (Trend) und der gleitende Mittelwert wird über den eingestellten Bereich (Kalenderjahre) berechnet. Beim Zoomen im Chart werden diese beiden Werte  für den Zoom nicht neu berechnet.
  • Button Emissionsfaktoren: Dort können für die aktuelle Sitzung (Werte werden nicht gespeichert) die Emissionsfaktoren der Energieträger verändert werden. Es betrifft nur die in DE erzeugte Energie. Die Importwerte werden nicht (über den Strommix) nachgezogen, sondern müssen/können separat gesetzt werden.

Berechnungsgrundlagen

(1) Alle Energieträger inkl. Importe

erzeugte Energie jedes Energieträgers multipliziert mit dem dazugehörigen Emissionsfaktor plus jede importierte Energie multipliziert mit dem Emissionsmix-Faktor des Landes ergibt die Emissionen in Tonnen

  • Angezeigter Emissionsfaktor: (Emissionen in Tonnen) dividiert durch (Gesamtproduktion plus Importmengen)
  • Angezeigte Emission in t: (Emissionen in Tonnen)  minus (Saldo-Export multipliziert mit Angezeigtem Emissionsfaktor)

(2) Nur konventionelle Energieträger

  • Berechnung wie (1) jedoch nur konventionelle Energieträger einbeziehen

(3) Nur erneuerbare Energieträger

  • Berechnung wie (1) jedoch nur erneuerbare Energieträger einbeziehen

1 Quelle Emissionsfaktoren: Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE Abb. 37 (Archiv)

2 Quelle Strom-Mix: Europäische Nachbarn (Archiv)