Abbildungen & Mehr zum Artikel vom 19.10.2021 …

… der Kolumne „Woher kommt der Strom? 40. Woche

… auf der Achse des Guten

Artikel 40. Analysewoche

 

 

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Die Endenergie, die noch durch regenerative Energieträger ersetzt werden muss, liegt bei 1.800 TWh Strom. Ohne Verbrauchszuwachs!!

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Peter Hager, Lauf/Pegnitz

Warum die Energiewende den Strompreis so teuer macht: Beispiel Netzentgelte

Dass die Energiewende den Stromkunden teuer kommt – deutsche Haushalte zahlen mittlerweile weltweit den höchsten Strompreis – sieht man an den jährlich steigenden Strompreisen. Laut BDEW liegt der durchschnittliche Haushaltsstrompreis mittlerweile bei 31,94 Cent/kWh (Juni 2021).

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Dabei sind im Strompreis etliche Positionen enthalten, die direkt mit der Energiewende zusammenhängen oder von dieser stark beeinflusst werden. Der bekannteste Posten ist sicher die EEG-Umlage, welche für zwanzig Jahre die garantierte Einspeisevergütung der PVA, WKA und Biogasanlagen beinhaltet. Die EEG-Umlage lag 2020 bei 6,75 Cent/kWh und wäre in 2021 ohne die Deckelung von 6,5 Cent/kWh durch den Bundeshaushalt (d.h. finanziert durch die Steuerzahler) auf über 9 Cent/kWh gestiegen.

Aber auch die Netzentgelte mit 7,5 Cent/kWh sind ein steigender Posten, denn die Energiewende bedeutet einen kompletten Umbau unseres Energiesystems:

Beim Kraftwerkspark kommt es zu massiven Veränderungen mit weniger großen Kraftwerken – einschließlich dem Ausstieg aus Kernenergie und Kohlestromerzeugung. Statt dessen mit vielen kleineren Stromerzeugern wie Biogasanlagen, Windkraftanlagen oder Photovoltaikanlagen sowie KWK-Anlagen, die an das Stromnetz angeschlossen werden müssen. Das erfordert entsprechende Anpassungen bei den Stromnetzen – vom Höchstspannungs- bis zum Niederspannungsnetz. Neue Stromverbraucher wie E-Autos oder Wärmepumpen kommen hinzu, die neben einer höheren Stromerzeugung auch umfangreiche Anpassungen bei den Niederspannungsnetzen und Ortsnetzstationen erforderlich machen.

Zuständig für die Stromnetze sind die vier Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und Transnet BW (verantwortlich für das Höchstspannungsnetz und überwiegend für das Hochspannungsnetz) sowie derzeit 874 Verteilnetzbetreiber (verantwortlich für das Mittel- und Niederspannungsnetz, abschnittsweise auch für das Hochspannungsnetz).

Zu den Netzentgelten gehören der Betrieb, die Wartung, der Ausbau der Leitungsnetze (u.a. neue HGÜ-Leitungen von Nord nach Süd wie SuedLink und SuedostLink, die Anbindung der geplanten Offshore-Windparks, die je nach Ausbauszenario Investitionskosten zwischen 33 und 38,5 Milliarden Euro bedeuten) aber auch Netz- und Systemsicherheitsmaßnahmen. Hierzu gehören Redispatch (Drosselung sowie Erhöhung der Stromeinspeisung von Kraftwerken), Reservekraftwerke (zusätzliche Stromeinspeisung von Kraftwerken aus der Netzreserve), Einspeisemangement (Abregelung von EE-Anlagen mit Entschädigung) oder das Abschalten großer Stromverbraucher. Die Kosten für Netz- und Systemsicherheitsmaßnahmen betrugen in 2020 fast 1,2 Milliarden Euro.

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Als Folge der Energiewende kommen bei den Netzentgelten zukünftig besondere netztechnische Betriebsmittel (bnBm) hinzu. Diese sollen zusätzlich den sicheren Netzbetrieb für die Zeit zwischen dem Abschalten der letzten Atomkraftwerke in den Jahren 2021 und 2022 und der geplanten Inbetriebnahme der Nord-Süd-Stromleitungen im Jahr 2025 gewährleisten.

Hierzu wurden von den Übertragungsnetzbetreibern Amprion, TenneT und TransnetBW für vier Regionen in Süddeutschland Gaskraftwerke mit jeweils 300 MW als besondere netztechnische Betriebsmittel vergeben (Betrieb ist für 10 Jahre vorgesehen):

  • ÜNB: TenneT, Standort: Irsching, Inbetriebnahme: 10/2022, Betreiber: Uniper
  • ÜNB:TransnetBW, Standort: Marbach: Inbetriebnahme: 10/2022, Betreiber: EnBW
  • ÜNB: Amprion, Standort: Biblis, Inbetriebnahme: 10/2022, Betreiber: RWE
  • ÜNB: Amprion, Standort: Leipheim, Inbetriebnahme: 08/2023, Betreiber: Leag

Zu Leipheim: Ursprünglich war dort ein 2 x 600 MW GuD-Kraftwerk als leistungsmäßiger Ersatz für das AKW Gundremmingen C geplant. Bei zwei Ausschreibungen gab es kein Gebot, obwohl Baurecht (seit 2011) und  Baugenehmigung (seit Ende 2018) vorlagen.

Die Investitionen für die vier Gaskraftwerke dürften bei rund 1 Milliarden Euro liegen (z.B. Leipheim: 270 Millionen Euro).

Für die Netzbetreiber sind die Investitionen durchaus lukrativ, denn die garantierte Verzinsung bei Neuanlagen liegt bei 6,91%.

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So werden der umfangreiche Netzausbau sowie die zusätzlichen netzsichernden Maßnahmen auch die Netzentgelte weiter steigen lassen.

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